Abenteuer Offroadreisen - Wie geht das?

Ihr möchtet Reisen, fremde Länder und Kulturen kennen lernen, Abenteuer erleben?!
Aber eine pauschal Reise mit Tourguide kommt nicht in Frage?!

Das ganze wollt ihr mit eurem eigenen Fahrzeug machen?!
Und am besten noch Offroad?!

 

Dann solltet ihr euch vorher einige Gedanken machen...

 

Hier einige Tipps und Tricks rund um Fahrzeugbau, -Ausstattung usw.

Art des Reisens - Wie, wohin...?

Die Art und Weise wie man reisen möchte ist entscheidend für die Ausstattung des Reisefahrzeugs. Doch was sollte man dabei beachten?
Erst einmal ist zu überlegen für wie viele Personen das Fahrzeug ausgelegt sein soll. Dabei gilt es im Hinterkopf zu haben, welche Länder man bereist, denn in manchen Ländern gibt es die Auflage einen Führer dabei haben zu müssen. Daher ist es ratsam evtl. einen Sitzplatz mehr einzuplanen. Dies ist auch von Vorteil, wenn Einheimische einem den Weg zeigen.
Welchen Luxus möchte man unterwegs an Board haben? Reicht ein Wasserkanister oder muss es eine feste Dusche sein?! Eine feste Toilette oder ist man mit dem Spaten zufrieden?
Je mehr Luxus, umso größer ist entsprechend der Platzbedarf. Hier kommt eine wichtige Entscheidung: bewegt man sich noch in der 3,5 Tonnen Klasse oder benötigt man mehr Platz und die Idee entwickelt sich in Richtung LKW.
Allerdings sind die Kosten bei einem LKW zum Teil wesentlich höher, Kraftstoff, Ersatzteile oder auch eventuelle Fährkosten. Wenn man sich für ein größeres Fahrzeug entscheidet, sollte man bedenken, dass man nicht, wie mit einem kleineren Fahrzeug, überall so problemlos lang fahren kann. Auch wenn man einmal fest steckt und sich mit eigenen Mitteln nicht befreien kann, ist es bei einem LKW häufig komplizierter oder auch einfach abenteuerlicher ;-)
Das alles kommt weniger in Frage wenn man sich nur auf den Hauptrouten befindet. Dies ist ebenfalls ein wichtiger Punkt für die richtige Fahrzeugwahl! Möchte man sich fast nur auf den Hauptrouten bewegen, die je nach Region schon Abenteuer genug sind, oder möchte man auch jederzeit expeditionsmäßig quer Feld ein fahren können?  Wenn man stets auf den Hauptrouten und Verbindungsstraßen bleiben möchte, reicht mit unter ein Sprinter 4x4 Fahrgestell oder ähnliches. Geht es eher in Richtung Expeditionscharakter, sollte es ein vollwertiger Geländewagen sein mit Untersetzung und ggf. Differentialsperre oder ein geländegängiger LKW.

Das Fahrzeug

Die Ausstattung

Das richtige Fahrzeug ist gefunden, doch wie stattet man es aus?! Und vor allem wovon mache ich es abhängig?!
Wichtig ist es zu wissen in welchen Jahreszeiten man reisen möchte und in welche Klimaregionen es gehen soll. Ist man sowohl im Winter als auch im Sommer viel unterwegs, sollte der Wohnraum entsprechend wintertauglich sein. Eine Standheizung empfiehlt sich und man sollte darauf achten, dass der Wasservorrat, sowie die Leitungen vor Frost geschützt sind. Ebenfalls ist darauf zu achten Kältebrücken möglichst zu vermeiden. Ist das Schlafen nur möglich bei aufgeklappten Aufstelldach, können zum Beispiel Nächte in Schweden bei winterlichen Temperaturen auch trotz Standheizung sehr sehr kalt werden. Reist man in sehr heiße Regionen, sind viele Lüftungsmöglichkeiten von großem Vorteil.
Sucht man die Abgeschiedenheit, Ruhe und Einsamkeit bedeutet dies zugleich, dass man autark unterwegs sein sollte. Genügend Kraftstoff, Wasser, Elektrizität und auch ausreichend Platz für Lebensmittel müssen vorhanden sein. Hier ist es sinnvoll sich mit erfahrenen Leuten auszutauschen wie lange eine autake Versorgung gewährleistet sein sollte. Soll es eher von Campingplatz zu Campingplatz gehen, braucht man sich darüber weniger Gedanken machen. Ein nicht unerheblicher Punkt ist die Reisedauer, reist man sehr lange, mehrere Jahre, wird das Fahrzeug zum „Zu Hause“ dort kann der Platzbedarf etwas großzügiger dimensioniert werden, damit man auch bei längeren schlecht Wetterperioden nicht nur auf dem Fahrersitz hocken muss. Ist man meist  nur 14 Tage oder mal 4 Wochen unterwegs kann man schon eher Kompromisse eingehen, zum Beispiel, dass das Bett jeden Abend aufgebaut/umgebaut werden muss.

Begleitung?!

Hier noch eine kleine Anmerkung in Sachen Reiseplanung:

Entscheidet man sich für eine Offroadreise ist es immer ratsam darüber nachzudenken mit ein paar Gleichgesinnten zu reisen.

Dies hat folgende Vorteile:

  • Reiseplanung kann aufgeteilt werden
  • HILFE wenn man feststeckt
  • Nette Gesellschaft
Allerdings sollte man darauf achten, dass sich die Anzahl der Fahrzeuge auf max. 3-4 beschränkt. Ein größerer Konvoi erregt sehr schnell Aufsehen, was in manchen Regionen eher unvorteilhaft sein kann. Weiterhin ist es in einer großen Gruppe schwieriger einen Stellplatz für die Nacht zu finden. Auch die Entscheidungsfindung (z.B. Wegstrecke und andere zu treffende Entscheidungen während der Reise) wird mit der Anzahl der reisenden Personen immer schwieriger, langwieriger und vielleicht auch nervenaufreibend.

Die Technik

Die liebe Technik, zuverlässig muss sie sein! Kommt es doch mal zu Schäden oder Defekten, empfiehlt es sich bei der Fahrzeugwahl keine absoluten Exoten zu wählen. Denn sonst kann es schon mal schwer werden mit der Ersatzteilbeschaffung.
Technik kostet meistens Geld, also um Kosten zu sparen ist es sinnvoll darüber nach zu denken, was man wirklich braucht und was eher „nice to have“ ist.
Außerhalb Europas empfiehlt es sich einen größeren Kraftstoffvorrat zu haben, da das Tankstellennetz in der Regel nicht so dicht ist wie in Europa.

Ebenfalls empfiehlt sich beim Thema Wasser dann eine entsprechende Filteranlage zu verbauen. In den europäischen Gebieten kann man dies meistens hinten anstellen.

Weiterhin möchte man auch gern mal ein paar Tage an einem Fleck stehen, weil es einfach schön ist in der Einsamkeit und man in Ruhe die Natur beobachten kann. Um die Verbraucherbatterie/n nicht in die Knie zu zwingen, macht es Sinn eine Solaranlage zu verbauen. Ist man allerdings jeden Tag unterwegs oder hat jeden Abend einen Netzanschluss zur Verfügung, kann man sich die Investition sparen.

Die Heizung, weit verbreitet sind die Diesel Luftstandheizungen, sind effizient, kompakt gebaut und nutzen den gleichen Kraftstoff wie das Fahrzeug selbst. Geht es ins hohe Gebirge ist auf ein Höhenkit zu achten.

Lebensmittel lassen sich am einfachsten in einer Kompressor Kühlbox kühlen. Diese halten konstant eine Temperatur, unabhängig von der Außentemperatur.

Die Reisen gehen in entfernte Länder wo es viele Tierherden gibt die nicht eingezäunt sind!? Um bei einer Kollision mit einem Tier das Fahrzeug möglichst gut zu schützen, ist der Verbau einer massiven Stahlstoßstange ein guter Schutz.
Mangelt es mal an Traktion, denken viele an eine Winde. Doch dieser Gedanke ist für Reisende nicht immer der Richtige. Eine Winde ist meistens vorn am Fahrzeug verbaut, doch was ist wenn es nur noch rückwärts rausgeht?! Extra eine zweite Winde verbauen, dass ist zu viel Gewicht! Packt einen Mehrzweckzug „Greifzug“ ein, der ist flexibel einsetzbar und man kann ihn noch für weitere Zwecke verwenden. Zu dem ist ein Mehrzweckzug weniger störanfällig wie eine Winde.
Eine erhöhte Luftansaugung (Schnorchel) bringt viele Vorteile mit sich. Durch die höhere Ansaugung wird weniger Staub mit angesaugt und dies schont den Luftfilter. Für tiefere Wasserfurten kann man dann sicher gehen, dass der Motor kein Wasser ansaugt.
Mit dem Fahrzeug soll es vielleicht mal ganz weit weg auf entfernte Kontinente gehen, dann sollte man die Maße von Übersee Containern im Auge behalten. Hat das Fahrzeug Übermaße und es gibt keine Fähre zum gewünschtem Ziel, dann kann es teurer werden. Möchte man den Geldbeutel schonen ist es sinnvoll, dass das Fahrzeug „containertauglich“ bleibt.


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Kommentare: 2
  • #1

    Danny (Donnerstag, 08 Dezember 2016 21:52)

    Und die Finanzierung bzw das finanzielle.?

  • #2

    Ein Lux auf Reisen - Linda (Freitag, 09 Dezember 2016 08:31)

    Hallo Danny,
    Danke für deine Anregung. Gern schreiben wir demnächst noch was zum Thema Kosten und Finanzierung.
    LG
    Linda - Ein Lux auf Reisen